{"id":22,"date":"2016-05-16T00:03:28","date_gmt":"2016-05-15T22:03:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schlaraffiavindobona.at\/WP\/?page_id=22"},"modified":"2017-06-09T17:49:06","modified_gmt":"2017-06-09T15:49:06","slug":"testseite-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schlaraffiavindobona.at\/WP\/?page_id=22","title":{"rendered":"Das Reych Vindobona &#8211; Nr. 24"},"content":{"rendered":"<p>Die 1859 in Prag gegr\u00fcndete Schlaraffia ist aus einem Stammtisch hervorgegangen, dem haupts\u00e4chlich K\u00fcnstler des Deutschen Theaters angeh\u00f6rten. Als einer derselben, der Schauspieler Conrad Adolf Hallenstein, nach Wien ans Burgtheater berufen wurde, konnte er in der Reichshaupt- und Residenzstadt nicht sofort ein neues \u201cSchlaraffenreych\u201d gr\u00fcnden, da dort bereits eine ganze Reihe von K\u00fcnstlervereinigungen bestanden.<\/p>\n<p>Erst durch den Zuzug weiterer Schlaraffen nach Wien wurde dort die Grundlage f\u00fcr das so spezifische schlaraffische Spiel geschaffen, so dass am 2.12.1880 die \u201cSchlaraffia Vindobona\u201d als 24. Schlaraffenreych gegr\u00fcndet werden konnte. Sie erfreute sich von Anfang an gro\u00dfer Wertsch\u00e4tzung und bald auch allgemeiner Anerkennung, wozu ein tragisches Ereignis entscheidend beitrug, n\u00e4mlich der Brand des Ringtheaters 1881. Die Vindobona organisierte spontan eine Benefizveranstaltung zugunsten der Angeh\u00f6rigen der Opfer und wurde damit praktisch \u00fcber Nacht in der \u00d6ffentlichkeit bekannt. Die st\u00e4ndig wachsende Mitgliederzahl zwang zu oftmaligem Wechsel des Versammlungslokals (\u201dBurg\u201d genannt), weshalb die Suche nach einer eigenen Bleibe begann.<\/p>\n<p>Als nach dem 1. Weltkrieg Schlaraffen (vor allem Offiziere) aus den Gebieten der ehemaligen Monarchie in Wien sesshaft wurden und die Mitgliederzahl an die 600 heranreichte, wurde unter gro\u00dfen finanziellen Opfern das Haus W\u00e4hringerstra\u00dfe 85 erworben, das seit damals die Schlaraffia Vindobona beherbergt.<\/p>\n<p>Eine Unterbrechung bedeutete allerdings der 2. Weltkrieg, da die Schlaraffia aufgel\u00f6st und ihr Verm\u00f6gen beschlagnahmt wurde. Treue Schlaraffen hielten w\u00e4hrend der Kriegsjahre den Kontakt in Form von Stammtischen aufrecht. Am 10. 1. 1946 konnte die Vereinst\u00e4tigkeit wieder aufgenommen werden, die R\u00fcckgabe des Hauses erfolgte im Oktober 1947. 1955 konnte das 75. Bestandsjubil\u00e4um (\u201dStiftungsfest\u201d) gefeiert werden, 1979 das 100. Stiftungsfest zusammen mit dem 18. Welttreffen (\u201dConcil\u201d) der Schlaraffen.<\/p>\n<p>Auch 1994 hatte die Vindobona, diesmal zum 5. Mal, die schlaraffische Welt beim 21. Concil zu Gast. Im Jahre 2005 feierte das \u201cTochterreych der Allmutter Praga\u201d sein 125j\u00e4hriges Bestehen. Wenn sich auch die Mitgliederzahl verringert und die Zahl der K\u00fcnstler infolge des allgemeinen Wandels der Berufsstruktur und Lebensform reduziert hat, so ist die urspr\u00fcngliche Zielsetzung einer Persiflage auf Anma\u00dfung und Standesd\u00fcnkel durchaus auch heute noch zeitgem\u00e4\u00df und anregend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 1859 in Prag gegr\u00fcndete Schlaraffia ist aus einem Stammtisch hervorgegangen, dem haupts\u00e4chlich K\u00fcnstler des Deutschen Theaters angeh\u00f6rten. 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